Sponsorenlauf

Außer Atem erreicht Lara die Stempelstation. Aber die Sechstklässlerin gönnt sich keine Pause und joggt wieder los, denn jede gelaufene 700 Meter lange Runde ist bares Geld. imgp2928-small.JPGDer Sportkurs der Jahrgangsstufe 13 des Städtischen Gymnasiums rief am Freitag zum großen Sponsorenlauf auf. Dabei hatten die angehenden Abiturienten viel mehr im Sinn, als nur annähernd alle Schülerinnen und Schüler der Schule zum Laufen zu bewegen. Der Erlös der Veranstaltung kommt nämlich der Schulhofgestaltung der Penne zu Gute.Im Vorfeld hatten sich die Jugendlichen innerhalb ihres Verwandten- und Bekanntenkreises möglichst viele Sponsoren gesucht, die sich zur Zahlung eines bestimmten Betrages pro gelaufener Runde bereit erklärt hatten. Besonderer Ansporn für die Schüler war die Aussicht auf eine Extrabelohnung, wenn ihre Klasse im Teilnehmerzahlenverhältnis die meisten Runden läuft. Kein Wunder, dass sich die Gymnasiasten auch nicht von den Regengüssen beeindrucken ließen: “Das ist eine tolle Erfrischung”, waren sich die Sportler einig.Für ihre insgesamt zehn gelaufenen Runden kassierte Lara Neubert 145 Euro. “Ich werde von zwei Firmen gesponsert”, erklärte sie stolz. Ihre Klassenkameradin Michelle schaffte zwölf Runden und kann dafür 30 Euro zu der Schulhofgestaltung beisteuern. Zur Belohnung gab es anschließend für jeden Läufer einen Preis von der Tombola. Mit Hilfe von Bratwürstchen und gesunden Bananen kamen die müden Schüler schnell wieder zu Kräften.Rund 500 Gymnasiasten konnten zum Laufen motoviert werden und etwa 25 Lehrer ließen es sich auch nicht nehmen, ein paar Runden zu drehen. Selbst Schulleiterin Monika Sowa-Erling testete die Strecke, nachdem Bürgermeister Roland Schäfer um 9 Uhr den Startschuss gegeben hatte.Den Stein ins Rollen gebracht hatte Sportlehrer Frank Buchholz. Zusammen mit Referendar Sascha Stracke trug er die Idee eines Sponsorenlaufes an seinen 25 köpfigen Sportkurs heran, der sofort Feuer und Flamme gewesen sei. “Es ist spannend, so eine Veranstaltung einmal selbst organisieren zu dürfen”, freute sich der Dreizehntklässler Karim Bouasker.”Wir haben das Projekt der Schulleitung vorgestellt, grünes Licht erhalten und anschließend sofort mit dem Sponsorensuchen begonnen.” Das war kurz vor den Sommerferien. “Ich bin stolz auf meine Schüler, dass sie das so gut hinbekommen haben”, lobte Buchholz. Es habe sich gezeigt, dass sein Kurs nicht nur sportliche, sondern auch organisatorische Fähigkeiten besitze.In jedem Schüler steckte der Ehrgeiz, möglichst viele Runden zu laufen. Zwei Dreizehntklässler hatten sich aber noch mehr vorgenommen. Daniel Götte und Martin Meier ließen es sich nicht nehmen, den Versuch eines Marathons zu starten: “Sie wollen 42,5 Kilometer schaffen”, so Mitschüler Karim Bouasker anerkennend. 

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